Multimediale Repräsentationen in digitalen Lernmitteln bieten ein großes Potential zur Unterstützung von Lernprozessen, da sie den Aufbau eines vertiefenden Verständnisses von mathematischen Konzepten fördern können. Insbesondere in der Geometrie können sich hinsichtlich der Darstellungen Hürden für die Schüler*innen ergeben. Beispielsweise kann es zu falschen Vorstellungen hinsichtlich der Grundseite bei der Flächeninhaltsberechnung von Dreiecken kommen, was vor allem für Schüler*innen mit Förderschwerpunkt herausfordernd erscheint. Eine Möglichkeit Konzeptvorstellungen und Strategien (Auffassungen – Beliefs) bei der Lösung von Aufgaben zu analysieren ist das eye tracking Verfahren. Hierbei werden die Augenbewegung während der Lösung von Aufgaben per Video aufzeichnet und analysiert, welche Punkte der Repräsentation betrachtet wurden.

Mithilfe dieses Verfahrens sollen die Herangehensweisen und (Problemlöse-)Strategien der verschiedenen Gruppen von Schüler*innen an die gegeben geometrischen Problemstellungen zur Flächenberechnung im Dreieck verglichen werden.

Gesucht werden für das Vergleichssetting Schüler*innen der Klassen 7. und 8. mit und ohne Förderschwerpunkt vor der Thematisierung der Flächeninhaltsberechnung von Dreiecken. Mithilfe eines digitalen Selbstlernmaterials erhalten die Schüler*innen am Tag vor der Testung Informationen zum Fachinhalt sowie Übungsmöglichkeiten. Die Messung der Lernstrategien erfolgt nichtinvasiv über ein eye tracking Gerät und für die Testung wird nur ein Raum benötigt, der abgedunkelt werden kann.

Auf Grundlage der Studienergebnisse sollen Kriterien für die Gestaltung zukünftiger (digitaler) Lernmaterialien zur Förderung geometrischer Vorstellungen entwickelt werden.

Kontakt

Dr. Regine Lehberger (Regine.Lehberger@uni-siegen.de)

Dr. Felicitas Pielsticker (pielsticker@mathematik.uni-siegen.de)